Im
Jahr 2002 wurden in Deutschland 1.882 Nierentransplantationen nach postmortaler
Organspende an 40 Kliniken durchgeführt. Zur Zeit warten etwa 10.000 der circa
50.000 Dialysepatienten in Deutschland auf ein Spenderorgan
Empfänger
Bei endgültigem Nierenversagen kann
nur die regelmäßige Dialyse oder eine Transplantation das Leben des Patienten
erhalten. Die häufigsten Ursachen für ein chronisches Nierenversagen sind
Glomerulonephritis, diabetische Nephropathie, Zysten und interstitielle
Nephritis.
Lebendspende
Da Nieren paarig angelegt sind, ist
prinzipiell eine Lebendspende möglich. 2002 wurden in 38 Zentren insgesamt 443
Nierentransplantationen nach Lebendspende
vorgenommen, 19,1 Prozent aller Nierentransplantationen. Vor allem die
Lebendspende von Erwachsenen für volljährige Patienten hat in den vergangenen
Jahren zugenommen. Voraussetzungen für die Lebendspende sind der gute
Gesundheitszustand des Spenders und die Freiwilligkeit der Spende, die durch
eine unabhängige Lebendspende-Kommission
geprüft wird. Als Spender in Frage kommen nahe Verwandte und Personen, die dem
Empfänger persönlich eng verbunden sind.
Konservierung und Spenderkriterien
Nach der Entnahme werden die
Spendernieren mit einer gekühlten Lösung perfundiert oder kalt gelagert und,
je nach Art der Konservierung, spätestens innerhalb von 48 bis maximal 72
Stunden transplantiert.
Ergebnisse
Nach einem Jahr sind noch 83% der
Transplantate intakt, nach Lebendspende noch 93%. Hier wirkt sich die kurze
kalte Ischämiezeit zwischen Entnahme und Transplantation günstig aus; außerdem
wird vermutet, dass die Compliance bei der Einnahme von Immunsuppressiva nach
Lebendspende besser ist. Nach 5 Jahren funktionieren noch 66 bzw. 81% der
Transplantate.
Quelle: Deutsche Stiftung
Organtransplantation, www.dso.de