Geschichte
Erstmals
transplantierte Hardy 1963 in Jackson/Mississippi eine linke Lunge. Bücherl in
Berlin führte im Jahr 1967 zwei Lungentransplantationen durch. Im Laufe der
Zeit setzte sich die Erkenntnis durch, dass es einfacher und
erfolgversprechender ist, Herz und Lunge gemeinsam zu verpflanzen.
Im
Jahr 2002 wurden in Deutschland 198 Lungentransplantationen in 14 Zentren
durchgeführt. Davon 15 gleichzeitig mit einer Herztransplantation. 2002 wurden
316 Patienten neu zur Transplantation angemeldet.
Empfänger
Für die Aufnahme in die Warteliste
muss ein endgültiges, nicht-rückbildungsfähiges Lungenversagen vorliegen, das
eine lebenserhaltende medikamentöse oder apparative Ateminsuffizienzbehandlung
erforderlich macht. Die Hauptdiagnosen bei der Neuanmeldung sind die
idiopathische pulmonale Fibrose, die zystische Fibrose (Mukoviszidose) und der
Alpha 1-Antitrypsin-Mangel.
Herz-Lungen-Transplantation
Bei irreversiblen Erkrankungen von Herz
und Lunge ist eine Transplantation beider Organe angezeigt. Die Primärerkrankung
kann das Herz betreffen, z.B. angeborenene Herzfehler, und zum Bluthochdruck in
der Lunge führen. Lungenerkrankungen können eine Herzinsuffizienz bedingen,
z.B.: Fibrose oder Emphysem. Die Patienten leiden unter schwerer Atemnot und
starkem Gewichtsverlust.
Konservierung
und Spenderkriterien
Die Lunge ist ein sehr empfindliches
Organ und erleidet leicht irreversible Schäden. Die Konservierungszeit sollte
maximal 6 Stunden betragen. Die Blutgruppen des Spenders und Empfängers müssen
kompatibel sein.
Ergebnisse
Nach einem Jahr funktionieren noch 68% der transplantierten Lungen, nach 5
Jahren sind es 47%.
Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation, www.dso.de