Im Jahr 2002 wurden in Deutschland 667
Lebertransplantationen nach postmortaler Organspende an 24 Kliniken durchgeführt.
2002 wurden 1.308 Patienten neu zur Lebertransplantation angemeldet.
Empfänger
Patienten mit chronischem oder akutem Leberversagen können
nur durch eine Transplantation überleben. Versuche, die Funktion der Leber
zeitweise zu ersetzen, sind derzeit in der klinischen Erprobung (künstliche
Leber). Die meisten Empfänger eines Transplantates leiden an einer Zirrhose.
Seltener sind Tumore oder Gefäßerkrankungen Grundlage des chronischen
Leberversagens.
Lebersegment-Lebendspende
Die besondere Anatomie der Leber ermöglicht die Spende eines
Leberteiles. Bei der Lebersegment-Lebendspende wird ein Teil der Leber entnommen
und dem Empfänger als Ersatz für die erkrankte Leber übertragen. 2002 wurden
85 Lebersegment-Lebendspenden an neun deutschen Kliniken vorgenommen. Die Übertragung
eines Leberteiles wird vor allem von Eltern auf Kinder praktiziert. Die
Lebersegment-Lebendspende hat in den vergangenen drei Jahren deutlich
zugenommen; ihr Anteil an der Lebertransplantation betrug 2002 11,2 Prozent.
Splitleber
Auch bei einer postmortalen Spende kann die Leber geteilt
werden (Splitleber). Das kleinere Segment wird einem Kind transplantiert, das größere
meist einem erwachsenen Empfänger.
Konservierung
und Spenderkriterien
Lebertransplantate werden in gekühlten Lösungen maximal bis
zu 24 Stunden vor der Transplantation aufbewahrt. Blutgruppe von Spender und
Empfänger müssen verträglich sein, die Größe des Organs oder Organteils den
Anforderungen des Empfängers entsprechen.
Ergebnisse
Die Lebertransplantation ist nach wie
vor eine anspruchsvolle mehrstündige Operation. Nach einem Jahr funktionieren
noch 70% der Organe, nach fünf Jahren 62% (CTS-Studie Deutschland, 1994-2001).
Die Ergebnisse einer Retransplantation sind mit 47 bzw. 39% deutlich schlechter.
Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation, www.dso.de