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Diagnostik
Angiographie

Röntgenuntersuchung, bei der Blutgefäße nach Einspritzen von Kontrastmittel abgebildet werden können. Durch Katheter kann das Kontrastmittel ganz gezielt in das Organ gebracht werden, welches untersucht werden soll. Die Technik der Angiographie kann auch zur Behandlung genutzt werden.

 

Ballondilitation

Technik zur Aufweiterung (Dilatation) von Engstellen (Stenosen) in Blutgefäßen oder Gangsystemen (Gallengang). Die Aufweitung erfolgt dabei durch Aufblasen des Hochdruckballons eines Spezialkatheters , der mittels Endoskopie oder Angiographie in die Stenose eingeführt wurde.

Ballontamponade

Technik zur Behandlung einer Blutung aus Ösophagusvarizen oder Fundusvarizen, wenn diese endoskopisch nicht beherrscht werden konnte oder die Endoskopie nicht durchgeführt werden kann. Nach Einführen einer entsprechenden Sonde in den Magen wird die Blutung durch Aufblasen eines Niederdruckballons gestillt. Die Lindon-Nachlas-Sonde wird bevorzugt bei Blutung aus Fundusvarizen, die Sengstaken-Blakemore-Sonde bzw. Verbesserung, die Minnesota-Sonde, werden bei Blutung aus Ösophagusvarizen eingesetzt.

Biopsie

Untersuchung eines Gewebestückes, das einem lebenden Organismus entnommen wurde (z.B. Leber).

Chemotherapie

Ursprünglich bezeichnete man hiermit alle Behandlungsmethoden, bei denen durch chemisch definierte Wirkstoffe lebende Organismen (Bakterien, Pilze, Tumorzellen) bekämpft wurden. heutzutage wird der Begriff fast ausschließlich für medikamentöse Tumortherapie verwendet. Die dabei eingesetzten Medikamente werden als Chemotherapeutika oder oft auch als Cytostatika bezeichnet.

Computertomographie

Röntgentechnik, bei der Schnittbilder des Körpers angefertigt werden und damit in früher ungeahnter Weise innere Organe und Ihre Veränderungen sichtbar gemacht werden können. Unter Benutzung der Computertomographie können auch gezielte Punktionsproben zur Biopsie entnommen oder Flüssigkeiten abgeleitet werden.

EEG

Ableitung der Hirnstromkurven. Einsatz in der Erkennung von Hirnerkrankungen und Funktionsstörungen, bespielsweise der Enzephalopatie und der Erkennung des Hirntodes.

Endoskopie

Technik, unter Benutzung von verschiedenen optischen Geräten(Endoskop) Körperhöhlen zu betrachten. Zunächst wurde die Endoskopie lediglich zur Krankheitserkennung, mit der Zeit aber immer stärker auch zur Behandlung bis hin zu großen Operationen (Gallenblasenentfernung) eingesetzt. Im Zusammenhang mit Lebererkrankungen sind die Spiegelung der Bauchhöhle (Laparoskopie), des oberen Verdauungstrakts (Gastroskopie) oder des Dickdarms (Koloskopie) und ERCP von Bedeutung.

ERCP (endoskopische retrograde Cholangio-Pankreatikographie)

Endoskopisches Verfahren, bei dem ein Duodenoskop nach Passage von Speiseröhre und Magen im Zwölffingedarm plaziert wird. Dann kann die Einmündungsstelle (papille) von Gallengang und Bauchspeicheldrüse betrachtet und unter Sicht sondiert werden. Über diese Sonde kann Kontrastmittel eingespritzt werden zur Anfertigung von Bildern des Gallengangs und des Bauchspeicheldrüsengangs. bei der therapeutischen ERCP kann auch eine Behandlung vorgenommen werden: z.B. Schlitzung und Erweiterung der Papille (papillotomie), um Gallengangssteine zu entfernen oder Stenosen zur Überbrückung einer Gallengangsstenose einzusetzen.

Gastroskopie (Magenspiegelung)

Sie erfolgt heutzutage mit dünnen, sehr flexiblen Video-Gastroskopen. In der Regel wird bei einer solchen Untersuchung neben dem Magen auch die Speiseröhre und der Zwölffingerdarm betrachtet. Bei der Krankheitserkennung bietet die Magenspieglung den großen Vorteil der gleichzeitigen Gewebeentnahme zur Biopsie. Von besonderer Bedeutung ist die Gastroskopie zur Feststellung der Blutungsquelle und Ihrer Behandlung bei einer akuten Ösophagusvarizenblutung oder bei einem Geschwür.

Histologie

Wissenschaft vom  geweblichen Aufbau der Organe. Die histologische (=feingewebliche) Untersuchung von Organproben erfolgt nach spezieller Vorbereitung durch mikroskopischer Untersuchung eines winzig kleinen, gefärbten Gewebeschnittes durch den Anatom oder den (Histo-) Pathologen.

Kernspintomographie (MRT)

Ist ein bildgebendes Verfahren, das ohne Anwendung von Röntgenstrahlen, aber unter Benutzung starker Magnetfelder eine Untersuchung des Körpers und seiner Zusammensetzung ermöglicht. Die MRT ergänzt und erweitert die diagnostischen Möglichkeiten der Computertomographie, speziell bei Knotenbildung in der Leber

Kollertest

Bei diesem Test dient die Normalisierung des Quick- Wertes nach Injektion von Vitamin K als Zeichen für eine ausreichende Leberfunktion, da der niedrige Quick- Wert Folge eines Vitamin K Mangels, beispielsweise durch Gallestauung, nicht aber einer unzureichenden Leberfunktion war. Steigt der Quick- Wert nicht an, ist das Testergebnis negativ und zeigt eine eingeschränkte Leberfunktion an.

Koloskopie (Dickdarmspiegelung)

Endoskopische Technik zur Betrachtung vor allem der Schleimhaut und weniger der Wandeigenschaften des Dickdarms und der letzten Schlinge des Dünndarms. Die diagnostische Koloskopie kann nach Darmreinigung ambulant durchgeführt werden und erlaubt die Entnahme von Biopsien. Bei der Therapeutischen Koloskopie können Polypen, die im weiteren Verlauf meist zu Karzinomen entarten, entfernt werden.

Laborwerte

Sammelbegriff für Ergebnisse verschiedenster im Kliniklabor durchgeführter Untersuchungen von Blut und Urin.

Laparoskopie (Bauchfellspiegelung)

Endoskopische Technik zur Betrachtung der in der Bauchhöhle gelegenen Organe. Bezüglich Lebererkrankungen können bei der diagnostischen Laparoskopie Oberfläche, Form und Größe der Leber , umschriebene an  der Oberfläche gelegene Knotenbildung betrachtet und unter Sicht gezielt Biopsien entnommen werden.

Leberbiopsie (Leberpunktion)

Eine der wichtigsten Methoden zur Beurteilung von Art, Aktivität und Alter von Lebererkrankungen. Die  Leberbiopsie wird entweder gezielt unter sonographischer oder computertomographischer Kontrolle bzw. während einer Laparoskopie oder Operation zur Erkennung eines umschriebenen Herdbefundes in der Leber entnommen, oder sie erfolgt sozusagen "blind" bei Abklärung von diffus in der Leber vorhandenen Krankheiten. Die von Menghini entwickelte Technik der Nadelbiopsie erlaubt Gewinnung ausreichend großer Gewebezylinder (ca. 1,5 mal 20-30mm) bei einer geringen Komplikationsrate. Dabei wird nach örtlicher Betäubung von der rechten Brustwand die Nadel schnell in die Leber eingeführt und sofort wieder entfernt. Voraussetzung für eine Leberbiopsie ist eine ausreichende Leistung der Blutgerinnung.

Leberfunktionstest

Diese auch quantitative Leberfunktionstests genannten Methoden basieren darauf, daß ein Stoff eingenommen oder injiziert wird und anschließend sein Abbau durch die Leber aus Untersuchung von Blutproben oder Ausatemluft gemessen wird. Je schneller die Leber die Testsubstanz aus dem Blut entfernt, desto größer ist ihre Leistungsfähigkeit. Als Testsubstanzen werden Koffein, Sorbitol, Indozyaningrün, Galaktose, Antipyrin, Aminopyrin und Lidocain verwendet. Der Lidocaintest wird relativ häufig verwendet, da eine Blutuntersuchung schon 15 min nach Lidocaingabe verläßlich angezeigt, wie gut die Leber in der Lage ist, Lidocain zu MEGX abzubauen; da im blut die MEGX- Konzentration gemessen wird heißt dieser Test auch MEGX- Test.

Leberszintigraphie

Zur Untersuchung der Leber stehen verschiedene szintigraphische Techniken zur Verfügung. DIE Blutpoolszintigraphie wird eingesetzt zur Erkennung von Hämangiomen der Leber; dabei wird die Anreicherung von Technetium in den roten Blutkörperchen genutzt. Bei der Kolloidszintigraphie kommt es durch Aufnahme des Kolloids in die sogenannten Kupfferzellen zu einer Abbildung der Leber. In der Leberfunktinsszintigraphie mit Tc-HIDA kann neben Form. Größe, Lage und Struktur auch die Funktion (Gallenausscheidung) der Leber beurteilt werden. Domäne der Szintigraphie ist die Diagnostik der fokal nodulären Hyperplasie und der Hämangiome.

Parazentese

Bei Leberkrankheiten mit Bauchwassersucht (Aszites) versteht man unter Parazentese die zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken vorgenommene Punktion der Bauchhöhle mit Ablassen von Aszites. Der HNO- Arzt versteht unter der Parazentes die Entlastung der Paukenhöhle durch Einschneiden des Trommelfells.

PCR

Abk. für polymerase chain reaction; bahnbrechende molekularbiologische Technik, mit sher geringen Mengen von DNA oder RNA nachgewiesen werden können. Diese technik ermöglichst in Blu- oder Gewebeproben sehr geringe Mengen von Virusbestandteilen, zb. HBV-DNA oder HCV-RNA, oder anderen Mikroorganismen nachzuweiden.

PTC

Abk. für perkutane transhepatische Cholangiographie. Die PTC ist eine Technik zur Darstellung der Gallengänge, die dann eingesetzt wird, wenn eine Gangdarstellung mit der ERCP aus technischen Gründen nicht möglichist. Bei der PTC wird unter Röngenkontrolle nach örtlicher Betäubung eine sehr feine Nadel durch die haut in die Leber vorgeschoben, bis ein Gallengang punktiert ist. Dann kann Kontrastmittel zur Gallengangsdarstellung (= Cholangiographie) eingespritzt werden. Die PTC kann auch zur Therapie eingesetzt werden, meist einer Ableitung (Drainage) gestauter Gallengänge. Man spricht von einer PTCD.

 

 

 

 

 

 

Leber nach LTX
Vereinter Gallengang von Spender und Empfänger, vereinte Leberarterie, T-Drain im Gallengang.

 

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