Cholelithiasis

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Die Cholelithiasis (griech. Chole = Galle, lithos = Stein), auch Gallensteinleiden genannt, ist die häufigste und bedeutendste Erkrankung der Gallenblase und der Gallengänge. . In den westlichen Industrieländern entwickeln ca. 10-15% der Erwachsenen Gallensteine, allerdings klagen nur etwa 20% der Betroffenen über Beschwerden. Frauen erkranken wesentlich häufiger daran als Männer. Zu den Risikofaktoren für die Erkrankung gehören vor allem Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin). Bei der Cholelithiasis handelt es sich um die Ausbildung von festen Konkrementen in der Gallenblase (=Cholezystolithiasis) oder in den Gallengängen (=Choledocholithiasis).

Ursachen

Bei der Entstehung von Cholesterinsteinen wirken verschiedene endogene und exogene Faktoren zusammen. Eine wichtige Voraussetzung ist die Übersättigung der Gallenflüssigkeit mit Cholesterin. Normalerweise beträgt das Verhältnis von Gallensäuren zu Cholesterin in der Galle 20:1. Sinkt dieses Verhältnis auf unter 13:1 bleibt das Cholesterin nicht mehr gelöst, sondern fällt aus. Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer. Zusätzlich steigt das Risiko für Frauen, Gallensteine zu entwickeln, mit der Anzahl der Schwangerschaften. Mit höherem Lebensalter nimmt die Häufigkeit von Gallensteinen zu. Eine cholesterinreiche Ernährung führt zu einem Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut und begünstigt so die Entstehung von cholesterinhaltigen Gallensteinen. Auch eine ballaststoffarme Ernährung erhöht das Risiko der Bildung von Gallensteinen. Sie verzögert die Passage der Nahrung im Darm, wodurch es zu einer erhöhten Resorption (=Aufnahme) von Fetten ins Blut und damit einem Anstieg des Blutcholesterinspiegels kommt. Ein Verlust oder eine verminderte Bildung der Gallensäuren, die das Cholesterin in Lösung halten und somit dessen Ausfällen verhindern, begünstigen ebenfalls die Bildung von Gallensteinen. Auch ein Bilirubinüberschuß kann für Gallesteine verantwortlich sein. 

Symptome

Die Beschwerden von Patienten mit Gallensteinen sind häufig zunächst eher unspezifisch. Besonders nach fettreichen Mahlzeiten treten Schmerzen im rechten Oberbauch auf, die häufig mit Völlegefühl, Blähungen und Übelkeit verbunden sind. Klemmt sich ein Gallenstein im Gallenblasengang, dem Ductus cysticus, oder im eigentlichen Gallengang, dem Ductus choledochus, ein, kommt es zu einer so genannten Gallenkolik (griech. kolike = Darmleiden). Dabei ziehen sich die Muskeln in der Wand der Gallenwege zusammen, um den Stein weiterzubefördern. Durch die Druckerhöhung in den Gallenwegen entstehen heftige krampfartige Schmerzen vor allem im rechten Oberbauch, die in den Rücken und die rechte Schulter ausstrahlen und von den Patienten häufig als nahezu unerträglich beschrieben werden.

Therapie

Die Standardtherapie der Cholelithiasis ist die Entfernung der Gallenblase (=Cholezystektomie). Hierfür wird heutzutage in den meisten Fällen eine so genannte Laparoskopie. Diätetische Maßnahmen wie das Meiden von fettreichen Nahrungsmitteln können dem Patienten helfen, die Symptome von Gallensteinen zu lindern. Sie sind jedoch kein Ersatz für eine heilende Therapie.

 

 

 

Leber nach LTX
Vereinter Gallengang von Spender und Empfänger, vereinte Leberarterie, T-Drain im Gallengang.

 

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